Mehrstoffkocher

Das Multitalent unter den Outdoor-Kochern

Dem Ruf der Wildnis folgen – ob zu Fuß durch Patagonien, zu Pferd durch die kirgisische Steppe oder mit dem Motorrad durch die Mongolei – spannende Urlaubsziele erkunden und hautnah erleben.

Weltreisende und Abenteurer, die die Welt entdecken und nicht nur Europa, sondern jeden noch so abgelegenen Ort dieser Erde bereisen, und sich wochenlang in menschenleeren Gebieten aufzuhalten gedenken, sollten dementsprechend wenig Kompromisse eingehen, was es in erster Linie Haltbarkeit und Brennstoffversorgung betrifft. Denn hier kann es schon mal, um das eigene Leben gehen.

Mehrstoffkocher

Außerdem hat man die hundert-zweihundert Euro für ein gutes Gerät schnell wieder gespart. Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants sind einfach viel teurer als selber Kochen und im Zelt oder Auto schlafen. Kocht man selber, reist man nicht nur preiswert, sondern genießt auch ein höheres Maß an Flexibilität und Freiheit.

Vor- und Nachteile der Mehrstoffkocher

Die Handhabung der Mehrstoffkocher mag zwar auf den ersten Blick etwas komplex erscheinen, wird sie auf den langen Trips schnell zur Gewohnheit. Ein weiterer Minuspunkt ist, dass Mehrstoffkocher im Vergleich zu Gaskochern auch etwas schwerer sind, da zusätzlich noch eine Brennstoffpumpe und eine Brennstoffflasche mitgeführt werden muss.

Dafür zeichnen sich aber Mehrstoffkocher, auch Multifuelkocher genannt, durch eine extrem hohe Flexibilität aus, wodurch man sie problemlos auf der ganzen Welt einsetzen kann.

Wer getrennt von unserer modernen Welt wandern und autark mehrere Wochen in absoluter Wildnis verbringen möchte, ist mit einem Mehrstoffkocher bestens bedient.

Vorteile

Flüssigbrennstoff hat den höchsten Energiegehalt

Flüssigbrennstoff ist überall auf der Welt erhältlich

Auch für Expeditionen und Touren in kältere und abgelegene Gefilde geeignet

In größeren Höhen einsetzbar

Zuverlässig

Sparsam

Flamme lässt sich exakt regulieren

Die entsprechende Brennstoffflasche kann (leer) im Flugzeug problemlos mitgenommen werden

Vorteile

Anspruchsvollere Handhabung (Vorheizen u. Druckaufbau erforderlich)

Unangenehmer Geruch

Laut im Betrieb

Aufwendige Reinigung

Etwas schwerer (da Brennstoffflasche u. -Pumpe mitgeführt werden muss)

Multifuelkocher

Welche Brennstoffe kommen alles in Frage?

Mehrstoffkocher sind besonders vielseitig, aber auch anspruchsvoller in der Handhabung. Hat man sich jedoch erst einmal mit diesem leistungsstarken Gerät vertraut gemacht, wird man seinen zuverlässigen und starken Begleiter einfach nicht mehr missen wollen.

Mehrstoffkocher funktionieren mit den gängigsten Benzinarten und verbrennen zusätzlich Petroleum, Kerosin, Diesel und sogar Gas.

Da Benzin den größten Heizwert besitzt, bringen Mehrstoffkocher die höchste Wärmeleistung und erweisen sich auch bei kälteren Außentemperaturen als äußerst zuverlässig. Dies macht sie für Expeditionen in großen Höhen und Touren in kälteren und abgelegenen Gefilden zum idealen Kochinstrument.

Der größte Vorteil von Benzin (Diesel) ist die weltweite Verfügbarkeit. Somit findet man an fast jeder Tankstelle Brennstoff für den Kocher. Zudem besitzt Benzin nicht nur einen extrem hohen Brennwert, sondern ist im Vergleich zu Gas auch noch günstiger.

Abenteurer und Weltreisende können die leeren Brennstoffflaschen im Flugzeug problemlos mitnehmen. Allerdings, und das ist ganz wichtig, müssen der Kocher und die Flasche absolut geruchfrei sein, bevor sie mit in den Flieger dürfen. Falls man den Kocher vorher im Einsatz hatte, empfiehlt es sich ihn vor dem Flug mit einem Wasser-Backpulver-Gemisch zu reinigen oder ihn in ein Cola-Bad (am besten über Nacht) zu legen. Dies entfernt alle Gerüche nach fossilen Brennstoffen.

Hinweis: Flüssige Brennstoffe sind zwar überall erhältlich, wo es Autos, Boote und Flugzeuge gibt, sofern verfügbar empfiehlt sich allerdings der Einsatz von Reinbenzin. Verwendet man zum Beispiel Diesel, kommt es je nach Reinheitsgrat zu einer mehr oder weniger großen Rußbildung. Das heißt, man muss von Zeit zu Zeit den Kocher, seine Bauteile, Düse sowie die benutzten Töpfe und Pfannen von Rußablagerungen reinigen.

Mehrstoffkocher Gas betrieben

Vom bekannten Hersteller Primus stammen gleich drei dieser Multitalente, darunter die mehrfach ausgezeichneten Expeditionskocher OmniFuel, OPTIMUS Polaris und OmniLite Ti, die nach Belieben auch mit normalen Flüssiggaskartuschen betrieben werden können.

Ein weiterer Spitzenreiter ist der MSR WhisperLight International, der sich ebenfalls, neben Benzin und Petroleum, auch mit Gas („Universal“) befeuern lässt. Das macht die Mehrstoffkocher extrem flexibel und man kann auf diese Weise auch die Vorteile des bequemen Kochens mit Gas auskosten.

Ob man sich letztendlich für einen Mehrstoffkocher entscheidet, der mit Benzin, Diesel, Petroleum und Kerosin betrieben werden kann, oder für ein Modell, mit dem man zusätzlich noch Flüssiggas verwenden kann, hängt in erster Linie vom Reiseziel ab. Plant man z.B. einen Abenteuerurlaub in Lateinamerika, findet man dort praktisch kein Reinbenzin und auch kein Gas. Somit sollte man besser zu einem Kocher greifen, der für Bleifrei und Diesel ausgelegt ist.

MEHRSTOFFKOCHER EMPFEHLUNGEN 2018


MSR DragonFly Mehrstoffkocher

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Primus Multifuel III

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MSR WhisperLite International

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Optimus Polaris Optifuel

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OUTDOOR AUSRÜSTUNG


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Wanderausrüstung

Hersteller
KocherBildKochzeit
Gewicht
Düse
RBKDGFEigenschaftenPreis
MSR
WhisperLite International3.5 min300g2ShakerJet ReinigerPreis prüfen
MSRWhisperLite Universal3.3 min
660g
3ShakerJet ReinigerPreis prüfen
MSRDragonFly
3.5 min401g
2ShakerJet ReinigerPreis prüfen
MSRMSR XGK EX Kocher 2.8 min
374g
2ShakerJet ReinigerPreis prüfen
PrimusMultifuel III
3.6 min442g3
Verbrennt alle BrennstoffartenPreis prüfen
Primus
OmniFuel II
3.0 min450g3
Verbrennt alle BrennstoffartenPreis prüfen
Primus
OmniLite Ti
3.2 min341g3
Verbrennt alle BrennstoffartenPreis prüfen
Primus
Multifuel Kits3.5 min
236g3Wandelt Gaskocher in MehrstoffkocherPreis prüfen
Optimus
Polaris Optifuel
3.4 min
475g
1Alle Brennstoffe werden mittels einer Düse verwendetPreis prüfen
Optimus
Nova
3.5 min
460g
1Schütteldüse, eine DüsePreis prüfen
Optimus
Nova+ (Plus)
3.5 min
430g
1Schütteldüse, eine DüsePreis prüfen
Optimus
Hiker Plus
3.5 min
1600g
1Alles in Einem Kocher (Windschutz, Brenner, Topf) Preis prüfen
Optimus
Svea 123R
4.0 min
550g
1Alles in Einem Kocher (Windschutz, Brenner, Topf) Preis prüfen
Trangia
Multifuel X2
3.5 min
525g
2Wandelt Trangia in MehrstoffkocherPreis prüfen
Edelrid
Hexon Multifuel
3.1 min
330g
1Alle Brennstoffe werden mittels einer Düse verwendet Preis prüfen
ColemanSportster II
4.0 min
878g
1Alles in Einem Kocher (Windschutz, Brenner, Topf) Preis prüfen
Soto
Muka Stove (OD-1NP)
3.0 min
333g
1Kein Vorheizen erforderlichPreis prüfen
Kovea
Booster Dual Max
3.5 min
434g
1-Preis prüfen

R – Reinbenzin  |  B – bleifreies Benzin  |  K – Kerosin  |  D – Diesel  |  G – Gas (butan/propan)  |  F – Flammenregulator am Brenner


Mehrstoffkocher Inbetriebnahme

1. Mehrstoffkocher sicher einschalten

1.1 Die Vorheiz-Prozedur

Das richtige Vorheizen ist bei einem Mehrstoffkocher besonders wichtig. Wird nicht richtig Vorgeheizt, verschmutzen und verstopfen die Düsen schneller, der Kocher kann seine optimale Heizleistung nicht erreichen und „hustet“ vor sich hin.

Mehrstoffkocher setzen sich aus einem Brennkopf mit Düse und einer befüllbaren Brennstoffflasche zusammen. Beides ist durch einen Schlauch verbunden. Da der Brennstoff (egal, ob Benzin, Diesel, Petroleum oder Kerosin) in der Flasche in flüssiger Form vorliegt, muss dieser zunächst vergast werden, damit der Mehrstoffkocher ihn verbrennen kann.

Dies erreicht man durch Betätigung der Pumpe, mittels der ein Überdruck in der Flasche erzeugt wird. Durch diesen wird das flüssige Benzin zur Düse am Kocher gedrückt, wo es ebenfalls flüssig austritt. Entzündet man nun diese Flüssigkeit, findet eine äußerst uneffektive und unsaubere Verbrennung statt.

Hier setzt nun das Vorheizen ein. Durch die Erhitzung der gesamten Kochereinheit wird das Benzin nicht mehr im flüssigen, sondern in gasförmigen Zustand an der Düse ausgepustet und der Brenner arbeitet absolut effektiv und sauber.

Bei Normaltemperatur verdampft Flüssiggas oder Spiritus für Campingkocher bereits, wenn man es ausströmen lässt. Dagegen müssen die flüssigen Brennstoffe für den Mehrstoffkocher erst erhitzt werden, damit sie verdampfen. Je nach Außentemperatur, Luftdruck und wie leicht der verwendete Flüssigbrennstoff verdunstet (sogenannte Flüchtigkeit), müssen die unterschiedlichen Brennstoffe unterschiedlich lang vorgeheizt werden. Benzin muss etwas weniger erhitzt werden, als beispielsweise Petroleum oder Diesel.

Um also einen Mehrstoffkocher in Gang zu bringen, muss zunächst der Generator/Vergaser auf Betriebstemperatur gebracht werden:

Zuvor gilt es Druck aufzubauen, um den Brennstoff aus der Brennstoffflasche zum Brenner zu befördern. Mittels der auf der Flasche angebrachten Pumpe, wird der Brennstoff zur Verbrennungsstelle geleitet, wo er durch das Vorheizen seine Verdampfungstemperatur erreicht und als Gas aus der Düse ausgepustet und entzündet wird.

Ist der Mehrstoffkocher erst einmal an, brennt er von selbst weiter, da der Generator/Vergaser dann genügend Hitze produziert, um den Brennstoff verdampfen zu lassen. Es kann jedoch vorkommen, dass die Leistung des Kochers nachlässt, insofern er längere Zeit ununterbrochen brennt (wenn man Schnee schmelzen möchte oder aufwändig kocht). Sollte dies passieren, muss man ab und zu etwas nachpumpen.

1.2 Mehrstoffkocher anzünden

  1. Kocher und Brennflasche verbinden: Bevor man die Brennstoffflasche mit dem Kocher verbindet, immer vorher prüfen, ob der Feinjustierer am Brenner und der Regler am Schlauch komplett zugedreht sind. Dann den Schlauch an die Pumpe schrauben.
  1. Es muss mittels der Pumpe Druck aufgebaut werden. Dabei gilt zu beachten, dass die Brennstoffflasche immer nur maximal bis zu Markierung gefüllt ist, damit noch ausreichend Sauerstoff in der Flasche vorhanden ist. Sonst reicht der Raum zum Druckaufbauen nicht aus. Ist die Brennstoffflasche frisch gefüllt reichen 10 bis 15 Pumpbewegungen aus. Wenn die Flasche nicht mehr ganz so voll ist, können es auch schon mal 20 sein.
  1. Brennstoffflasche richtig positionieren: Die Pumpe sollte nie zu nah am Brenner abgelegt werden. Auf der Pumpe befindet sich auf Höhe des Flaschenhalses die Beschriftung „ON“ bzw. „OFF“. Die Flasche wird waagerecht auf den Boden gelegt, so dass die Aufschrift „ON“ auf der Pumpe nach oben zeigt, denn nur dann drückt die Druckluft den Brennstoff aus der Flasche. Nun heißt es pumpen und Druck aufbauen. Sollte man sich nicht sicher sein, ob ausreichend gepumpt wurde, lieber öfters pumpen, denn generell kann nichts zerstört werden, egal, wie oft gepumpt wird. Mit etwas Übung, bekommt man aber mehr Erfahrung und ein Gefühl dafür, wie oft nun tatsächlich gepumpt werden muss. Anschließend wird das Ventil an der Pumpe komplett geöffnet.
  1. Anzünden: Ist soweit alles in Ordnung und es wurden keine Undichtigkeiten festgestellt (wenn ja, unbedingt vor der Inbetriebnahme beheben!), wird nun der Feinjustiere am Kocher für ca. 2 Sekunden ein klein wenig aufgedreht, so dass Brennstoff in den Kochertrichter unter dem Brenner laufen kann, und danach wieder geschlossen. Bei Benzin reichen wenige Tropfen aus. Bei anderen Brennstoffen sollte der Filz des Auffangtrichters dagegen richtig durchtränkt sein.

Vorsicht! Nie den Kopf über den Kocher beugen, da unter Umständen eine kleine Stichflamme auftreten kann.

  1. Vorheizen: Ein Flämmchen erhitzt nun die ganze Kochereinheit so lange, bis das vorher ausgetretenen Benzin verbraucht ist. In Abhängigkeit von der Außentemperatur dauert das Vorheizen mit Benzin ca. 30 bis 60 Sekunden. Bei Petroleum, Kerosin und Diesel bis zu zwei Minuten. Bei niedrigen Temperaturen ist es empfehlenswert, den Regler zu Beginn etwas länger (3-4 Sekunden) zu öffnen, um etwas mehr Benzin austreten zu lassen. Dadurch wird eine längere Vorheizzeit ermöglicht, die von Beginn an zu einer besseren und sauberen Verbrennung führt. Um das Rußen zu reduzieren, kann man auch Vorheizpaste oder Alkohol zum Vorheizen benutzen. Ist der Brenner heiß genug, gibt er dies mit einem leichten Zischen zu erkennen.
  1. Aufdrehen: Ist die Vorheizflüssigkeit fast verbrannt, wird vorsichtig der Brennerregler geöffnet. Wurde richtig vorgeheizt brennt der Mehrstoffkocher nach einigen Sekunden rund und ohne zu flackern. Die Flamme ist zu Beginn leicht bläulich, bald aber brennt die Einheit sauber, in einer kleinen, kreisförmigen Flamme um den Trichter.

Hinweis: Gibt der Mehrstoffkocher zwischendurch immer wieder kurze „Puffs“ von sich bzw. erscheint zwischendrin eine größere Flamme, so wurde nicht ausreichend Vorgeheizt. Um das Problem zu beheben, einfach den Brenner eine Weile (30 bis 60 Sekunden) mit minimaler Flamme laufen lassen. Klappt das auch nicht, muss der gesamte Vorheiz-Vorgang wiederholt werden. Dazu den Regler zudrehen und den Kocher zuvor abkühlen lassen.

Anmerkung: Da mit einer speziellen Pumpe in der separaten Brennstoffflasche ein Überdruck erzeugt werden muss, ist der Brennvorgang durch den Druck lauter als bei Gas oder Spiritus.

2. Mehrstoffkocher richtig Ausmachen

2.1 Betriebsbereiter Zustand

Möchte man den Mehrstoffkocher später erneut benutzen, kann man ihn im „Standby“-Zustand belassen, indem man den Regler an der Pumpe einfach zudreht und danach den Feinjustierer schließt, aber sofort nach dem kompletten Schließen wieder eine halbe Umdrehung öffnet. Dies ist erforderlich, da sich Metall bei Hitze ausdehnt und beim Abkühlen wieder zusammenzieht.

Das bedeutet, sollte man den Feinjustierer komplett schließen, kann es vorkommen, dass er sich später nach dem Abkühlen nahezu nicht mehr öffnen lässt. Außerdem kann solch ein Umgang den Feinjustiere (das Gewinde) auf Dauer beschädigen.

Die Flamme sollte nun aus sein und der Brennvorgang kann zu einem späteren Zeitpunkt, erneut gestartet werden.

2.2 Kompletter Abbau:

  1. Brennstoffflasche richtig positionieren: Möchte man den Mehrstoffkocher ganz ausmachen und abbauen, so muss während des Brennvorgangs die Brennstoffflasche um 180° auf die Seite gedreht werden, sodass die Aufschrift „OFF“ auf der Pumpe nach oben zeigt. Nach ca. 60 Sekunden erlischt die Flamme dann von selbst und die Druckluft in der Flasche entweicht.
  1. Leerbrennen der Brennstoffflasche: Es kann einige weitere Minuten dauern, bis die komplette Druckluft von der Flasche zum Kocher geströmt und Brennstoffreste auch verbrannt sind.
  1. Kocher ausmachen: Erst wenn kein Zischen mehr zu hören ist, wird zunächst der Regler an der Pumpe zugedreht und anschließend der Feinjustierer am Mehrstoffkocher geschlossen.
  1. Abbau des Systems: Jetzt kann man den Schlauch unbesorgt von der Pumpe abstecken ohne das viel Benzin „heraussabbert“ oder in der Leitung verbleibt. So kann sich darin nichts ablagern, was viel Wartungs- und Reinigungsaufwand erspart. Falls gewünscht, kann die Pumpe auch aus der Brennstoffflasche herausgenommen werden. Während der Tour ist sie aber in der Brennstoffflasche gut geschützt und verschmutzt dort am wenigsten.

3. Die richtige Düse nicht vergessen

Immer an die entsprechende Düse denken! Der MSR XGK EX Mehrstoffkocher wurde zum Beispiel mit einer X-Düse (vorinstalliert) ausgestattet, die sich für die Verwendung von leichten Brennstoffen eignet, sowie mit einer GK-Düse, die für Kerosin und Diesel verwendet wird.

Nach mehrmaliger Benutzung vor allem mit schweren Brennstoffen wie Diesel, müssen Düse und Schlauch gereinigt werden.

4. Noch ein paar Sicherheitshinweise

  • Nie den Mehrstoffkocher ausprobieren, ohne vorher die Bedienungsanleitung gelesen zu haben.
  • Vor der Reise ausreichend üben und Erfahrung im Handling mit dem Kocher sammeln.
  • Nie den Kopf oder andere Körperteile über den Kocher halten!
  • Niemals im Zelt oder in geschlossenen Räumen kochen.
  • Vorsicht beim Wiederanzünden eines noch warmen Mehrstoffkochers, denn das Benzin kann sich versehentlich entzündet.
  • Vorsicht bei Wechsel des Brennstoffes (z.B. von Benzin zu Petroleum und umgekehrt).
  • Immer darauf achten, dass die Brennstoffflasche sicher verschlossen ist. Denn nach Diesel oder Petroleum stinkende Klamotten und Ausrüstung, können einem schnell die ganze Tour ruinieren.
  • Vorsicht beim Herausschrauben der Pumpe, da sich in der Flasche noch explosive Gase befinden können. Daher darf keine offene Flamme in der Nähe sein!
  • Bevor die leere Brennstoffflasche wieder aufgefüllt wird (Markierung beachten), am besten immer kurz die Dichtung an der Pumpe und am Anschluss der Brennstoffleitung (O-Ring ) prüfen.
  • Wird ein Windschutz benutzt, bitte nie die Brennstoffflasche innen dazulegen. Bei Überhitzung besteht Explosionsgefahr!
  • Kocher im Betrieb nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Zur Lagerung immer den Kocher von der Brennstoffflasche trennen.
  • Vor der Tour auch die Reparatur bzw. den Service üben und ein Service-Kit mit sich führen.

5. Was man beim Kauf eines Mehrstoffkochers beachten sollte

  • Der Kocher sollte einen möglichst stabilen Stand haben und eine praktische und intuitive Bedienung ermöglichen. Auch die Wartung sollte ohne abgeschlossenes Diplom-Ingenieur-Studium zu meistern sein.
  • Wer auf der Tour Aluminium Töpfe verwendet, sollte diese nicht trocken kochen lassen, da man durchaus ein Loch in den Topfboden hineinbrennen kann.
  • Bei Benutzung von Töpfen mit integriertem Wärmetauscher, sollte darauf geachtet werden, dass diese auch mit der Topfauflagefläche des Mehrstoffkochers kompatibel sind.
  • Von Vorteil ist, wenn der Kocher mit einer Schütteldüse ausgerüstet ist, dies erspart dem Benutzer das Herumschrauben am Brenner. Eine Schütteldüse besitzt nämlich eine feine Nadel, mit der sich die Brennstoffdüse durch Schütteln, sozusagen selbst reinigt.
  • Mehrstoffkocher sollten immer mit den passenden Düsen ausgerüstet sein für die verschiedenen Brennstoffe. Praktisch ist es auch, wenn diese verständlich markiert sind.
  • Außerdem ist es hilfreich, wenn der Kocher mit einem Flammenregulator am Brenner ausgestattet ist, da sich die Flamme damit präzise einstellen lässt und man auch köcheln kann. Wer mehr Wert auf Power und Funktion legt und dabei auf Komfort gerne verzichtet, findet freilich auch Modelle ohne Regler.